Kaltes atmosphärisches Plasma in der Medizintechnik

Das plasma care® inaktiviert Bakterien einschließlich multi-resistenter Erreger, Viren, Pilze sowie Sporen. Die Kaltplasmatechnologie  wird aktuell bereits in der klinischen Routine bei der Wundbehandlung eingesetzt. Weitere Einsatzbereiche werden derzeit erforscht.

NEWS:

Publikation Dr. Nikolaus Scheper zum Thema “Kaltplasmatherapie bei DFS”

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Publikation Yuta Terabe “Treating hard-to-heal skin and nail onychomycosis of diabetic foot with plasma therapy”

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Reisen Sie mit uns in die Galaxis „Kaltplasma“
Plasma, der Stoff aus dem die Sonne ist, steht auf der Erde für den (medizinischen) Einsatz bereit.
Gerade in der Wundtherapie führt Kaltplasma zu einer zügigen Heilung.
Alles zu Produkt und Einsatz erfahren Sie jetzt in der 7-teiligen Serie PLASMA GALAXY.

Lesen Sie hier Teil 1:  KALTPLASMA: Im Weltraum erprobt – von Erdlingen genutzt
Was Kaltplasma kann und warum es für die Medizin immer wichtiger wird … hier gehts es zu Teil 1

Was ist kaltes atmosphärisches Plasma?

Als Plasma wird ein vierter Aggregatzustand bezeichnet, der durch die Zufuhr von Energie zu einem Gas entsteht.

Kaltes Plasma besteht aus ionisiertem Gas. Es erzeugt einen reaktiven Mix aus Elektronen, Ionen, angeregten Atomen und Molekülen, reaktiven Spezies (wie z.B. O3, NO, NO2, etc.), UV-Strahlung und Wärme. Die erzeugten reaktiven Spezies können auf verschiedene Arten mit Zellen wechselwirken, sodass Mikroorganismen abgetötet werden. Im Gegensatz dazu sind menschliche eukaryotische Zellen unter anderem durch die in einem Zellkern liegende DNA deutlich besser geschützt; bisher sind keine Gewebeschädigungen durch die Behandlung mit dem plasma care® bekannt.

Nutzung von kaltem Plasma in der Medizintechnik

So wirkt kaltes Plasma auf Mikroorganismen

Die in kaltem Plasma erzeugten Wirkstoffe (reaktive Spezies) können auf verschiedene Arten mit Zellen wechselwirken. Die Effekte sind physikalisch (z.B. Rekombination oder Abregung angeregter Moleküle/Atome an der Oberfläche) oder chemisch (z.B. Wasserstoff-Denaturierung durch Wechselwirkung von Hydroxyl-Radikalen). Bei prokaryotischen Zellen erfolgt dadurch direkt eine Zerstörung zellulärer Makromoleküle einschließlich der DNA und das Bakterium wird inaktiviert. Im Gegensatz dazu sind menschliche eukaryotische Zellen deutlich besser geschützt und werden somit nach bisherigen Erkenntnissen durch die Behandlung mit dem plasma care® nicht geschädigt.

Der Patient ist weder Strahlung ausgesetzt, noch fließt Strom durch die Haut. Mehr zur Plasma-Technologie finden Sie unter “Die Technologie”.

So wirkt kaltes Plasma auf menschliche Zellen

Menschliche Zellen sind aufgrund des Zellkerns und der zellulären Reparaturmechanismen sowie den Zellverbund gegen die Wirkung des Plasmas geschützt. In vitro wurde zudem beobachtet, dass der durch das kalte Plasma verursachte oxidative Stress zellbiologische Überlebensmechanismen stimuliert. Dies ist eine mögliche Erklärung, für die bei einigen Patienten beobachtete, verbesserte Wundheilung.