Kaltes atmosphärisches Plasma in der Medizintechnik

Das plasma care® inaktiviert Bakterien einschließlich multi-resistenter Erreger, Viren, Pilze sowie Sporen. Die Kaltplasmatechnologie  wird aktuell bereits in der klinischen Routine bei der Wundbehandlung eingesetzt. Weitere Einsatzbereiche werden derzeit erforscht.

NEWS:

Die Wirtschaftsdelegation der VAE informiert sich zum Einsatz von Plasmatechnologie bei der terraplasma GmbH

Garching, Juni 2021: Kaltes atmosphärisches Plasma ist eine vielversprechende Technologie sowohl für Deutschland als auch für die VAE. Die Einsatzmöglichkeiten von kaltem Plasma sowie dessen Implementierung in verschiedenen ökologischen und medizinischen Anwendungsbereichen, führte eine Delegation der VAE zur terraplasma GmbH nach München. H.E. Mariam Al Mheiri, Landwirtschaftsministerin der VAE, H.E. Hafsa al Ulama, Botschafterin in Berlin und zwei weitere Mitglieder der Delegation ließen sich von Dr. Julia Zimmermann (CEO terraplasma GmbH) und  Jens Kirsch (CEO terraplasma medical GmbH) über die Einsatzmöglichkeiten in ihrem Land aufklären. Bereits etabliert hat sich in Europa beispielsweise der Einsatz in der Wundversorgung. Die Repräsentanten interessierten sich besonders für die Anwendung von kaltem atmosphärischem Plasma zur Wasserreinigung in der Landwirtschaft, der Dekontamination von Obst und Gemüse sowie der Anwendung im Gesundheitsbereich. „Wir haben uns sehr über das große Interesse gefreut und schauen einer langfristigen Zusammenarbeit zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung in den VAE positiv entgegen,“ so CEO Jens Kirsch. Ein Intensivierungsbesuch mit weiteren Entscheidern ist bereits in der Planung.

Messetermine 2021

Demnächst erhältlich

Was ist kaltes atmosphärisches Plasma?

Als Plasma wird ein vierter Aggregatzustand bezeichnet, der durch die Zufuhr von Energie zu einem Gas entsteht.

Kaltes Plasma besteht aus ionisiertem Gas. Es erzeugt einen reaktiven Mix aus Elektronen, Ionen, angeregten Atomen und Molekülen, reaktiven Spezies (wie z.B. O3, NO, NO2, etc.), UV-Strahlung und Wärme. Die erzeugten reaktiven Spezies können auf verschiedene Arten mit Zellen wechselwirken, sodass Mikroorganismen abgetötet werden. Im Gegensatz dazu sind menschliche eukaryotische Zellen unter anderem durch die in einem Zellkern liegende DNA deutlich besser geschützt; bisher sind keine Gewebeschädigungen durch die Behandlung mit dem plasma care® bekannt.

Nutzung von kaltem Plasma in der Medizintechnik

So wirkt kaltes Plasma auf Mikroorganismen

Die in kaltem Plasma erzeugten Wirkstoffe (reaktive Spezies) können auf verschiedene Arten mit Zellen wechselwirken. Die Effekte sind physikalisch (z.B. Rekombination oder Abregung angeregter Moleküle/Atome an der Oberfläche) oder chemisch (z.B. Wasserstoff-Denaturierung durch Wechselwirkung von Hydroxyl-Radikalen). Bei prokaryotischen Zellen erfolgt dadurch direkt eine Zerstörung zellulärer Makromoleküle einschließlich der DNA und das Bakterium wird inaktiviert. Im Gegensatz dazu sind menschliche eukaryotische Zellen deutlich besser geschützt und werden somit nach bisherigen Erkenntnissen durch die Behandlung mit dem plasma care® nicht geschädigt.

Der Patient ist weder Strahlung ausgesetzt, noch fließt Strom durch die Haut. Mehr zur Plasma-Technologie finden Sie unter “Die Technologie”.

So wirkt kaltes Plasma auf menschliche Zellen

Menschliche Zellen sind aufgrund des Zellkerns und der zellulären Reparaturmechanismen sowie den Zellverbund gegen die Wirkung des Plasmas geschützt. In vitro wurde zudem beobachtet, dass der durch das kalte Plasma verursachte oxidative Stress zellbiologische Überlebensmechanismen stimuliert. Dies ist eine mögliche Erklärung, für die bei einigen Patienten beobachtete, verbesserte Wundheilung.